Gefühle geben unserer Seele den Ausdruck

Die Bedeutung, die wir den Gefühlen und den dahinterliegenden Anschauungen zuschreiben, unterscheidet uns von anderen Körpertherapien, die sich hauptsächlich auf eine körperliche Modellierung beschränken. Die Körperhaltung ist nicht nur eine funktionale Haltungen, sondern ein Ausdruck der Einstellung zu sich und der Welt. Der Körper ist der Spiegel unserer Wünsche und Bedürfnisse, unserer Sehnsüchte und unseres Seins.

 

Körperliche "Haltungen" entsprechen seelischen "Einstellungen", die durch oft wiederholte emotionale Beeinträchtigung aus der Kindheit oder einmalige traumatische Erlebnisse programmiert wurden. Diese eingefrorenen körperlichen und seelischen Strukturen, die sich in Alltagsbeziehungen zeigen, nennen wir "Charakter". Wenn wir uns durch einen plötzlichen Schlag innerlich verhärten, um Schmerzen zu begrenzen, erstarrt unser innerer Fluss (Raum-Zeit-Gefühl) wie zu Eis. Umgekehrt verflüssigt sich unser Gefühlszustand, wenn wir in Tränen aufgelöst sind. Mit Stanley Keleman Worten, „sind wir ein Meer von Flüssigem, das Struktur und Gestalt hervorbringt, ein Pulsationsmuster, das zu bestimmten Mustern erfahrenen Lebens, Empfindens und Denkens führt“. (Verkörperte Gefühle, 1992)